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Gelehrten-Familie
Franz E. Neumann
Physiker, Mineraloge

Franz Neumann (1798-1895),
Physiker und Mineraloge in Königsberg

Franz Ernst Neumann, geb. am 11.9.1798 in Mellin bei Jochimsthal/ nörd-östl. Berlin (not todays Jachymov, as written in other Links), gestorben am 23.5.1885 in Königsberg/Pr., heute Kaliningrad /Russland). Seine
Mutter war die geschiedenen Gräfin Charlotte Friederike Wilhelmine v. Mellin, geb. v. Kahlden (geb. 13.04.1753, Berlin, gest. 16.03.1830, Berlin), der Vater gleichen Namens (1758 - 13.05.1821) Gutverwalter und Pächter auf der Mellin´schen Domäne Grimnitz (Kl.-Mangelsdorf, laut Genealogischem HB des Adels -A Bd.V, S.142). Franz Neumann studierte in Jena und Berlin. Unter Fürsprache von E.C.Weiß und Alexander v. Humboldt aus Berlin erfolgte 1826 seine Berufung nach Königsberg. 1829 wurde er ordentlicher Professor für Physik und Mineralogie. Danach heiratete er Florentine Hagen (1800 - 1838), die Tochter von Karl Gottfried Hagen (1749 - 1829), dem Begründer der wissenschaftlichen Pharmazie (siehe dort).  Zusammen mit C.G.Jacobi (1804-1851) errichtete er 1834 das erste Mathematisch-Physikalische Seminar, dessen experimentelles Laboratorium er alleine innerhalb seiner nach ihm benannten "Königsberger Schule der exakten Naturwissenschaften" fortführte. Neumanns Arbeiten erstreckten sich auf sämtliche Arbeitsgebiete der Mathematischen Physik unter besonderer Berücksichtigung der Optik. Er formulierte die Grundgesetze der induzierten Ströme.Er gilt er als der Begründer der Mathematischen Physik in Deutschland. Er wurde Mitglied in fast allen europäischen Akademien der Wissenschaften und erhielt zahllose Ehrungen, von denen 1860 der "Pour le Mérite" und 1886 der "Rothe Adlerorden II.Klasse mit Stern" herausragen. Nach seinem Tode wurde er auf dem Alten Neuroßgärter Gelehrtenfriedhof unter einem Granitquarder beigesetzt.
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Feierlichkeiten:


 
Universitätsfeier 450 Jahre Albertus-Universität Königsberg im heutigen Kaliningrad

Übergabe einer überlebensgroßen Kopfbüste aus Gips mit der Bezeichnung "Franz Neumann", gefertigt von der
Bildhauerin Olga Badmajewa
aus Pensa/Rußland 1994, an das Mathematische Institut Kaliningrad/Königsberg. Die gleiche Büste in Bronze wurde zum 200. Geburtstag Franz Neumanns 1998 an das Museum Stadt Königsberg in Duisburg übergeben (Hierzu Abbildungen auf der russischen Seite).  
 
Ebenfalls zum 200.Geburtstag Franz Neumanns wurde bei einem Seminar in
Kaliningrad/Königsberg am 25./26.9.1998 ein Hochrelief im Universitätsgebäude enthüllt. Das Denkmal entspricht dem verschollenen Relief von
Friedrich Reusch
, das ebenfalls in der Wandelhalle des
Stüler´schen Universitätsgebäude
hing.
 
Weitere Feierlichkeiten anläßlich des 200.Geburtstages:
 
Ausstellung Nov/Dezember 1998 an der Universität Göttingen:
Handschriftlicher Nachlass Franz Neumanns in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Göttingen,
Papendiek 14, Dr. H.Rohlfing
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fn_sem2
mellin
E06.2_Immatr_berl_1817
Miniaturmalerei - Medaillon
aus dem privaten Nachlass
Franz Neumanns, wohl
Gräfin Wilhelmine v. Mellin, geb. v. Kahlden
Immatrikulation an der Berliner Universität aus dem Jahr 1817
Mathematisch-physikalisches Labor- atorium in F. Neumanns Privathaus, Hintertragheim
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E14Mont_Kraenz
Montagskränzchen
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Am 25.6.1999 wurde am Geburtsort Mellin, heutiges Glambeck, vom "Verein Denkmale Glambeck" ein weiteres Denkmal zu Ehren von Franz Neumann enthüllt, zu finden 3 km westlich Glambeck in Richtung Pahlow. Initiatoren: Frau H.Eichhorn und Herr R.Hochsieder. Am Geburtsort finden jährliche Gedenktage statt, die in ein Kulturprogramm des Verein integriert sind. So spricht am 19.5.2001 der Verfasser dieser Homepage einige Worte über Franz Neumann als preußischer Staatsbürger anläßlich des diesjähringen Preußenjahres. Die kleine Gedenkstunde wird umrahmt von Susanne Ehrhardt (Blockflöte) und Marlies Jacob Klavier aus Berlin bzw.Dresden.
 
Bilderkärungen:
In der Alten Nationalgalerie Berlin existiert ein Bild von Franz Neumann, gemalt von
Carl Steffeck.  Diese Ölgemälde wurde anlässlich einer Kabinettausstellung aufgearbeitetet und mit anderen Bildern von  Pour- le-Mérite Trägern als Bildnisgalerie  im Jahr  2005 ausgestellt (Abb. rechts: f. Neumann mit dem Pour le Mérite-Orden.
 
In der Wandelhalle der neuen Universität am Paradeplatz wurde eine große Bronzetafel von Freidrich  Reusch errichtet, da die Scudellenplätze am Gebaäude alle vergeben waren.  Das große Relief hat den Krief nicht überlebt, wurde allem Anschein nach eingeschmolzen und 1995 anlässlich des 200. Geburtstag von Franz Neumann wieder errichtet (siehe russische Homepage)
 
Neumanns Grab auf dem Gelehrtenfreidhof  überlebte den 2.Weltkrieg nicht. 1991 waren an der Stelle alle Gräber durchwühlt nach Verkaufbarem aller Art.

Franz Neumann Zimmer:
Neben dem "Kant-Zimmer" gab es im Kneiphöfischen Rathaus auch das von der Universität und der Familie eingerichtete Franz Neumann Zimmer, - hier dargestellt aus einem geretten zeitungsartikel einer Königsberger Zeitung Ende des 19. Jahrhunderts
 
Nachlass

1953 und umfassender 1994 - 1997 wurde der Nachlass Franz Ernst Neumanns an die H
andschriftenabteilung der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek
Göttingen, Papendiek 14, Dr. H.Rohlfing, gestiftet und befindet sich dort unter dem Zeichen Cod. Ms. F.E. Neumann 1 - 63  Acc. Mss. 1953.13 und Cod MS. F-E. -
218. 300 - 319: Acc. Mss. 1994.6/2 ff
 
Zum Nachlass gehörte auch eine von Franz Neumann selbst eingerichtete
Franz Neumann-Stiftung
aus dem Jahre 1876 (siehe dort).
 
Der restliche private Nachlass befindet sich  im
Archiv der Franz Neumann-Stiftung
, das vom Ur-Urenkel Dr. Eberhard Neumann-Redlin von Meding (siehe Impressum) verwaltet wird.

 
 
Literatur:
Paufler,P.; Neumann-Redlin von Meding, E.: Franz E.Neumann. Zum 200.Geburtstag des Königsberger Mineralogen und Physikers. Berichte der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft Beih. Z. Eur.J.Mineral. Vol.10, 1998, No.1, 13-21
 
Olesko, K.M. Physics as a calling, Cornell Univers. 1991, Ithaca and London
 
Fritsch, R.,Neumann-Redlin von Meding, E., Schenk, T. (Hrsg.):  Franz Ernst
Neumann (1798-1895), Rudolph Koenig (1832-1901) Gotthilf Hagen (1797-1884)
Untertitel: Zum 200. Geburtstag des Mathematikers ‚ Physikers und
Mineralogen Franz Neumann, Kaliningrad; München, Terra Baltica, Ludwig Maximilians Universität, München 2005, ISBN-Nr. 3-922480-17 -9
Da bei Terra Baltica, Kaliningrad gedruckt, ist das Buch nur schwer zu erhalten, z.B. über Staatsbibliothek Berlin: Franc Ernst Nejman, sign. 3 A 145738 mit Hinweis auf
Link auf Zenbtralblatt Mathematik
 
Neumann-Redlin von Meding,E.: Franz Neumann als Mensch und Wissenschaftler, Königsberger Bürgerbrief  Winter Nr. 51(1998)S.40- 45
 
Trunschke, A.: Der Königsberger Physiker F.Neumann und die preuß. Akademie der Wissensch. NTM Schriftenr. Gesch. Naturwiss. Technik, Med. Leipzig 27 (1990)2, S. 1-11)
Kopie_von_E19_fn_Relief_uni
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Kreidezeichnung um 1830 von seiner späteren Ehefrau Florentine, geb. Hagen
Neben dem "Kant-Zimmer" gab es im Kneiphöfischen Rathaus auch ein Franz Neumann-Zimmer (Abb.)
vergleiche auch die russische Seite ´Franz Neumann`-Bilder
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Familienfeier zum 200. Geburtstag F.Neumanns an der Gedenkstätte zwischen 16247Glambeck und Parlow auf dem ehemaligen Friedhof Mellin
Begutachtung des vom Verein Denkmale Glambeck aufgestellten Findlings durch den Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel Leander
Zur Geschichte des
Franz Neumann Seminars 1834
Ehrungen
1844 Dr.med.honoris causa, Medizin. Fakultät Königsberg; 1844 Rother Adlerorden II.Klasse (1886 mit Stern); 1860 Orden Pour le Mérite; 1872 Bayrischer Maximilian-Orden für Wissenschaft und Kunst; 1877 Coply Medal Royal Society; 1888 Kronenorden I.Klasse mit Stern; 1894 Wirklicher Geheimer Rat und Exzellenz; 1886 Ölgemälde con Carl Steffeck Königliche (heutige Alte) Nationalgalerie in Berlin im Auftrag des Königs für die Träger des Pour le Mérite (s.r.); 1835 korresp. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin (vergl. TRUNSCHKE, A.: Der Königsberger Physiker F.Neumann und die preuß. Akademie der Wissensch. NTM Schriftenr. Gesch. Naturwiss. Technik, Med. Leipzig 27 (1990)2, S. 1-11)