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Gelehrten-Familie -  Vorfahren Amsel, Rabe, Teske und Reusch
Zurück zu Karl Gottfried Hagen

 
Johannes Amsel (1665  1732) Jurist, Rektor der Albertina
(Vorfahre v. K.G.Hagen über Rabe)
 
Friedrich Rabe  (1695  1761)
Prof. rer. nat.,  Rektor der Albertina
Ehefrau geb. Amsel
 
Johann Gottfried Teske (1704  1772)
Jura u. Physik, Prof. der Albertina,
Abb. rechts

 
Zu den 3 genannten Wissenschaftlern werden im Laufe der Zeit weitere Angaben gemacht. Hinweise auf die Genannten sind immer sehr willkommen.
Teske_Joh
Ein Schwager von Karl Gottfried Hagen war
 
Carl Daniel Reusch (28.4.1735 - 28.8.1806)

verheirat mit Christina Charlotte, geb. Hagen
Physiker, Rektor der Albertina
Errichtung des ersten Blitzableiters in Königsberg
 
(Abb.oben und rechts)
 
Carl Daniel Reusch war Sohn des Diakons Christian Friedrich Reusch (1695 - 1742) von der Altstädtischen Kirche in Königsberg und seiner Ehefrau Catharina Elisabeth R. geb. Polkeim (geb. 1701).
C.D. Reusch war verheiratet mit der Schwester von Karl Gottfried Hagen (1749 – 1829), Christine Charlotte  Reusch, geb. Hagen (1745 - 1804). Somit war  Reusch ein Schwager von Karl Gottfried Hagen. Er war Physiker und wurde zudem in der breiten Öffentlichkeit durch die Verwaltung der Schloßbibliothek bekannt (Altpreuß. Biographie).   Reusch war Mitglied in der Tischgesellschaft Immanuel Kants. Beide Wissenschaftler waren
nicht nur befreundet, sondern I. Kant vertraute  Reusch die Testamentvollstreckung nach seinem Tod an.
Eines seiner physikalischen Arbeitsfelder war die Elektrizität "und deren Zähmung".  Gemeint waren damit die Feuersbrünste durch Blitzeinschlag. Zur Bewältigung des Problems der Blitzableitung erhielt Reusch vom  Etatministerium den Auftrag zur Erstellung eines Gutachtens. Reusch zog Kant zu Rate, der sich für die Angelegenheit als Naturwissenschaftler interessierte.  Kant schrieb an Reusch: „Der Ableiter müsste darauf eingerichtet werden, die Wettermaterie von dem Metalle, was sich oben auf dem Turm befindet, abzuleiten (Gause,F.:Kant und Königsberg S.38).
 
Auf Veranlassung Reuschs  wurde 1784 der erste Blitzableiter in Königsbergs auf der wieder aufgebauten Haberberger Kirche errichtet, nachdem diese 1747 durch einen Blitzschlag zerstört worden war. Hierzu wurde ihm als Dank für seine Tätigkeit ein versilberter Pokal Überreicht. Die Inschrift des Pokals (Abbildung siehe Homepage: gelehrtenfamilie-koenigsberg.de/Amsel-Rabe-Teske -Reusch.html) lautet: „Dem Herrn Professor Reusch , zum Andenken, bei Gelegenheit des ersten Blitz Ableiters in Königsberg. Oberbürgermeister, Bürgermeister und Rath Königl. Preusz.Haupt- und Res.Stadt Königsberg.
 
1804 musste Reusch, als Forscher höchst anerkannt, seine Lehrtätigkeit wegen eines Schlaganfalles einstellen (Hagen-Chronik, S.101), woraufhin sein Schwager, Karl Gottfried Hagen, als letzter Universalgelehrter die von Reusch gelehrten naturwissenschaftlichen Fächer im Rahmen der Philosophischen Fakultät übernahm.
 
Museumsbestand: Pokalähnliches mit Ornamenten verziertes Metallgefäß mit Deckel aus Anlass des ersten Blitzableiters in Preußen (siehe Text - Stiftung von der Franz Neumann-Stiftung).
Reusch_CarlDaniel_1735_1806
B_C.D.Reusch_Blitzabl_1784
Mit Ornamenten verziertes Metallgefäß mit Deckel aus Anlaß des ersten Blitzab- leiters in Königsberg, bzw. wohl in Preußen, überreicht an den Physiker Prof. C.D. Reusch vom Rat der Kgl. Haupt und Residenzstadt Königsberg, siehe Text unten zu Carl Daniel Reusch, Physiker.