Wilhelm von Humboldt
in Beratung mit seinen Räten über die Reform der Gymnasien.
Dieses Gemälde von G. Knorre hing in der Aula des Kgl. Wilhelms-Gymnasiums zu Königsberg. Neben W. v. Humboldt sind auf dem Bild vertreten :J.W. Süvern,
F. Schleiermacher (2.v.r.) Fr. A. Wolf, B.G. Niebuhr und G.H.L. Nicolovius.
Zum besseren Verständnis der Homepage wird hier in Ergänzung zur Startseite, auf die man beim Serven nicht zurückkommt, noch einmal mal erklärt, wieso sich eine "Gelehrtenfamilie-Königsberg" bilden und so maßgeblichen Einflüß auf die Geschichte der Naturwissenschaften und Medizin im 19. Jahrhundert ausüben konnte:
Als der sog. Befreiungskrieg gegen Napoleon zu Preußens Gunsten umschlug, erfolgte der Aufruf seitens der in Königsberg verweilenden Preußischen Regierung unter Friedrich Wilhem III., die geistigen Kräfte des Landes zu reaktivieren. Neben der Erarbeitung der Städteordnung, der Heeresreform wurde die Bildungsreform am wichtigsten. Als Wissenschaftler und Persönlichkeit auch von W.v.Humboldt und Freiherr Süvern anerkannt, wurde K.G. Hagen nun im Rahmen der v.Humboldt´schen Bildungsreform zur Leitfigur, die Reform in die Praxis umzusetzen.
In den beiden ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erhielt die Königsberger Universität den Zuschlag der Berliner Regierung, die Naturwissenschaften maßgeblich zu fördern. Mit Hilfe der Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt, sowie
Karl Gottfried Hagen
als letztem Universalgelehrten der Universität Königsberg,
der die Kronprinzen Friedrich Wilhelm (IV.) und Wilhelm (I.) unterrichtet hatte
wurden noch während des Krieges, da die Berliner Universität erst im Aufbau begriffen war (1810), - hochbegabte Wissenschaftler nach Königsberg berufen, darunter
Friedrich Wilhelm Bessel
als Mathematiker und Astronom und später
Franz Neumann
als Physiker.
Da die beiden Wissenschaftler die Töchter des berühmten K.G. Hagen ehelichten, kam es zum "Hagen-Bessel-Neumann-Triumvirat"
Söhne von Franz Neumann waren
Ernst Christian Neumann,
Carl Gottfried Neumann
JuliusNeumann
Der Sohn von K.G. Hagen war
Ernst August Hagen
und sein Neffe
Gotthilf Hagen