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Gelehrtenfamilie-Königsberg
Gotthilf Hagen
Wasserbaudirektor
Gotthilf Heinrich Ludwig Hagen
1797-1884
W
asserbaudirektor zu Königsberg und Berlin
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Nebenstehende Abbildung stammt aus dem Familienbesitz und der Universitätsbibliothek Göttingen: Handschriften und seltene Drucke Papendiek 14, Leitung Dr. H. Rohlfing: Nachlaß Franz Neumann Cod. Ms. F.E.Neumann 100-218. 300 – 319;
Der Königsberger Gotthilf H. F. Hagen (1797-1884) ist durch das nach ihm benannte &dbquo;Hagen -Poiseuille´sche Gesetz“ bekannt geworden. Der Lebensweg Hagens ist geprägt durch die Förderung der Naturwissenschaften an der Universität Königsberg im Rahmen der v.Humboldt´schen Bildungsreform. Nach Studien in Mathematik und Astronomie bei F.W.Bessel wechselte Hagen zum Baufach über und legte hierin 1822 die Staatsprüfung in Berlin ab. 1830/31 erhielt er die Stelle eines Oberbaurates in der "Oberbaudeputation" in Berlin und er lehrte von 1834 - 1849 als Dozent für Wasserbau an der Berliner Bauakademie und der Berliner "Vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule.In Berlin erklomm er, über Stationen in Königsberg, Danzig und Pillau, die höchste Stufe bis zum Oberlandesbaudirektor (1869)  im Dezernat Wasserbau, zu dessen Aufgaben die Überprüfung der großen Wasser- und Hafenbauten Preußens und anderer deutschsprachiger Staaten zählten. 1875 trat er in den Ruhestand. Ein Jahr später übernahm sein Sohn Friedrich Ludwig (1829 - 1892) das Baudezernat  im "Berliner Ministerium für öffentliche Arbeiten" im spezialbereich Wasserbau.
 
Hagen war führend beteiligt am Ausbau zahlreicher deutscher Flüsse und Häfen. Hierzu
gehört ebenso um 1856 die Leitung und Planung für den deutschen Kriegshafen an der Jade als auch demjenigen von Wilhelmshafen.
Hagens steile Karriere war begründet durch seine wissenschaftliche Tätigkeit. Neben der Herausgabe des ersten in deutscher Sprache erschienenen dreibändigen &dbquo;Handbuches der Wasserbaukunst“ (1840-1865) veröffentlichte er über dreizig Publikationen . Hierfür wurde ihm 1843 die Ehrendoktorwürde der Universität Bonn verliehen, und Alexander v.Humboldt veranlaßte seine  Mitgliedschaft in der Berliner" Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften". Nach seinem Tode wurde Hagens Dezernat von seinem Sohn Ludwig (1829-1892) übernommen.
 
Privates:

1827 heiratete er seine Nichte Wilhelmine Auguste Hagen )1807 - 1884), Tochter des Kaufmanns und Ratsassessors Carl Heinrich Hagen aus Pillau, Rittergutsbesitzer auf Polennen (Ostpr) und seiner Ehefrau Henriette Dorothea geb. Puppel.
Aus der Ehe gingen 2 Töchter und 5 Söhne hervor, darunter Friedrich Ludwig Hagen (1829 - 1892), der ebenfalls Wasserbau-Ingenieur wurde.
Der Enkel Carl (16.11.1859 - ?), Sohn des gleichnamigen Sohnes Carl Heinrich  (1831 – 1882), Maschinenbaumeister, wanderte in die USA aus, wurde erst dort Arzt in Silver City (New-Mexiko) , heiratete Lilian Hughes und hatte die Kinder Emily (1891) verh. Stones und Adelheid (1894), verh. Williams.
 
Bleibende Erinnerung:
Nach jahrelangem Suchen ist es gelungen, ein Bildnis des Gotthilf-Hagen-Denkmals aus Pillau zu erhalten. Es stammt aus dem Museum für Geschichte und Kunst von dem dortigen Direktor S. Jakimov. Das Denkmal wurde von der Stadt Pillau nach dem Tode G. Hagens errichtet. Es befindet sich auf der Landzunge gegenüber dem Hafen der heutigen Stadt Baltijsk im militärischen Sperrgebiet. Nach Rückfrage über das Deutsch-Russische-Haus in Kaliningrad wurde von der Baltischen Flotte Russlands ca. im Jahr 2006 entschieden, das Denkmal zu pflegen und mit russischem Untertext zu versehen (siehe Abbildung - vergrößert auch über den Button Kunstmerkmale Kaliningrad).
 
Literatur:
Ottmann, E.H.: Gotthilf Hagen: Der Altmeister der Wasserbaukunst. Berlin 1934
Seine herausragensten Veröffentlichungen sind katalogisiert in der Staatsbibliothek Berlin:  (Katalog AK I Sta-Berlin Haus 1 Mikrofiche)
 
Neumann-Redlin von Meding,E.: Der Baudirektor Gotthilf Hagen zu Königsberg und Berlin. Zum 200. Geburtstag des Urhebers des Hagen-Poiseuille´sche Gesetzes. Königsberger Bürgerbrief 49 (1997) S.38-41
 
Neumann-Redlin-von Meding, E.; Adam, K. : Gotthilf Hagen (1797 – 1884) – der Reformator der Wasserbaukunst. In: Franz Ernst Neumann (1798-1895) – (Hrsg.: Fritsch,R. et al.), Zum 200.
G.Hagen1_Pillau
G.Hagen2_Pillau

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