Das 7. Franz-Neumann-Seminar fand am 22.02.2013 und am 07.06.2013 im Extavium Potsdam statt. Es beteiligten sich die Voltaire-Gesamtschule Potsdam, die Heinrich Mann - Schule IGS-Neukölln und das Humboldt-Gymnasium in Potsdam. Das Thema lautete:
Die Kraft unserer Sonne als Energie der Zukunft
Preisfrage:
Was hat unsere Energieversorgung mit dem Klima zu tun?
Im Extavium Potsdam fand am 07.Juni 2013 der 2. Teil des Franz-Neumann-Seminars statt. Von den eingereichten Projekten ging ein Preis an 3 Schüler des Humboldt-Gymnasium in Potsdam, Victor Kietzmann, Georg Lober und Friedrich Lober:
Dezentrale Energieerzeugung und -Speicherung in Häusern
Mit Hilfe der theoretischen Grundlagen erneuerbarer Energien, vor allem Wasserkraft, erstellten die Schüler ein 3D- Modell zur Energieerzeugung eines Einfamilienhauses. Über die Wohnetage errichteten sie ein Speicherbecken für Wasser, welches bei Bedarf durch Turbinen in ein zweites Becken unterhalb des Hauses fließen und dabei Strom erzeugen kann. Anschließend ermittelten sie anhand von Rechnungen die potentielle Leistung ihres Modells (p = h1 x p x g x h2 x q -- Die Leistung der Wasserturbine im Haus setzt sich zusammen aus der Durchflussrate des Wassers, der Fallhöhe sowie der Art und Effektivität der Turbine).
Da diese berechnete Leistung für ihr kleines Modell nicht ausreichte, übertrugen sie ihr Konzept auf andere Gebäude. So lässt sich die Leistung zum Beispiel signifikant erhöhen, wenn die Fallhöhe nicht 6 Meter, wie im ersten Modell, sondern stattdessen 60 Meter (wie etwa ein Hochhaus) betrüge. Durch die Optimierung der anderen Faktoren lässt sich die Leistung ebenfalls steigern. Das Regenwasser kann natürlich bei Bedarf auch als Trink- oder Brauchwasser genutzt werden.
Als zweites wichtiges Konzept betrachteten sie nicht nur die Energieerzeugung, sondern auch die für eine autarke Versorgung zwangsläufig notwendige Energiespeicherung. Das obere Becken wird nicht nur durch Regenwasser aufgefüllt; stattdessen kann auch Wasser vom unteren Becken mit Hilfe einer Pumpe wieder in das höher gelegene gepumpt werden.
Dieses Konzept ist an ein modernes Pumpspeicherkraftwerk angelehnt. Der Strom für dieses Wiederhochpumpen könnte dabei nachts aus gespeicherter Solarzellenergie und direkt über ein lokal installiertes Windrad geliefert werden. Damit ließe sich gleichzeitig das Problem der nicht kontinuierlichen Stromerzeugung beheben.
Ergebnis: Derzeit scheint die Effektivität für ein Einfamilienhaus noch nicht gegeben. Das Konzept dürfte jedoch für Hochhäuser ein möglicher Ansatz in Richtung auf eine dezentrale Energieversorgung sein.